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Aus der Beratungspraxis - Perfekte Umstände?

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Liebe Leserinnen und Leser!

 

Heute möchte ich euch eine Geschichte aus unserer Beratungspraxis erzählen.

 

Die Namen und Umstände wurden natürlich zum Schutz der Privatsphäre verändert.

 

 

Diesmal habe ich einen jungen Mann namens Michael* am Telefon.
Seine Freundin ist schwanger, doch sie sind sich einig, dass sie dieses
Baby nicht bekommen können. Ich höre eine gewisse Unsicherheit
und Ambivalenz aus seinen Worten heraus und frage nach: Warum
„kann“ dieses Paar kein Kind bekommen?
Die Umstände sind es. Ja, die Umstände sind noch nicht „perfekt“.
Zwar sind beide berufstätig, Wohnraum ist vorhanden, und die Eltern
von beiden würden sich freuen Großeltern zu werden. ABER…! Es war
halt einfach noch nicht geplant. Michaels Freundin möchte eine Zusatzausbildung
machen, und eigentlich war noch ein Umbau in der
Wohnung vorgesehen. In einem Jahr, ja, da wären sie dann vielleicht
bereit für eine Schwangerschaft…
Ich rede sehr lange mit Michael. Immer mehr merke ich, dass dieser
Vater eines ungeborenen Kindes einfach alles richtig machen will. Alles
soll und muss perfekt sein, alles soll genau nach Plan laufen. Das
stimmt mich nachdenklich. Dieser Wunsch nach Perfektion, nach Planbarkeit
und Kontrollierbarkeit begegnet mir in den Beratungsgesprächen
jetzt immer öfter. Ich frage mich, ob das vielleicht mit den scheinbar
perfekten Bildern von uns selbst zu tun hat, die auf Instagram &
Co. allgegenwärtig sind. Obwohl wir natürlich alle wissen, dass diese
Bilder und Nachrichten bearbeitet und beschönigt sind, macht es etwas
mit uns. Das Leben findet immer mehr in aller Öffentlichkeit statt,
und der Druck, alles „perfekt“ zu machen, steigt enorm…

 

Während des Gespräches erkennt Michael selbst, dass die Gründe,
die gegen das Kind zu sprechen scheinen, eigentlich nur unwichtige
Kleinigkeiten sind. Was für eine furchtbare, folgenschwere Entscheidung
hätten er und seine Freundin beinahe getroffen! Er stimmt mir
zu, dass für ein Baby die Liebe das Allerwichtigste ist, und nicht irgendwelche
„perfekten“ Umstände. Langsam wird immer deutlicher
spürbar, wie die Freude auf sein Kind in ihm aufsteigt. Jetzt kann er
es schon gar nicht mehr erwarten, seine neue Erkenntnis mit seiner
Freundin zu teilen! Sie entscheiden sich FÜR ihr Baby und FÜR ein
Leben, das von Liebe geprägt ist.
Ehre sei Gott – der Leben und Liebe schenkt in dieser unperfekten
Welt!

 

Soweit zu dieser Geschichte.

Wir erleben es immer wieder, dass Frauen und Männer sich ein Kind nicht zu trauen,

weil sie Angst davor haben sich auf das Ungewisse des Lebens einzulassen.

Wirkliches Leben entsteht meist dort wo das Ungewisse anfängt, abseits allem Planbaren.

 

Für heute wünsche ich euch einen wunderschönen Abend, eine gute Nacht oder einen wunderschönen Morgen!

 

Eure Rosa Blume

 

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