Die Abtreibungspille oder ru-684

Die Abtreibungspille

RU-684 ist auch als die "Abtreibungspille" bekannt und wird in den ersten sieben bis zehn Wochen einer Schwangerschaft eingenommen.  Die meisten Frauen wissen nicht, wie sie eigentlich wirkt.  Viele Ärzte sagen, dass es die "einfache Behandlung", bzw., relativ "schnell und leicht" über die Bühne läuft.  Das stimmt nicht immer.   

Das Medikament ist ein Mittel, das das Hormon Progesteron blockiert.  Progesteron schüttet der Körper aus, damit das Baby gesund heranwächst.

Diese Behandlung beendet die Ernährung durch Progesteron, so dass ein sich entwickelnder Fötus, das Embryo oder das Baby stirbt.

 


Der Ablauf

 

 

 

Ein Arzt untersucht die Frau, um zu überprüfen, ob sie diesen Vorgang machen darf.  Eine Frau mit folgenden Komplikationen wird ausgeschlossen:

  • Eileiterschwangerschaft
  • Eierstocktumor
  • Trägerin einer Spirale
  • Gebrauch von Kortison
  • Eisenmangel
  • Störungen im Blutkreislauf
  • Gebrauch von Blutverdünnern
  • Asthma
  • Leber- oder Nierenschäden
  • Herzkrankeiten
  • Hoher Blutdruck

Eventuell werden der Frau Antibiotika verabreicht, um eine etwaige Entzündung zu verhindern.  Gleich beim ersten Besuch wird der Frau eine Dosis oral verabreicht. 

 

 

Circa 36 bis 72 Stunden später werden Misoprostoltabletten entweder oral oder vaginal eingeführt.  Diese Tabletten verursachen Krämpfe, welche die Reste des Babys auszuscheiden.  Die Krämpfe können einige Stunden bis zu mehreren Tagen dauern.  Nach zwei Wochen muß die Frau den Arzt erneut zur Untersuchung besuchen, um sich zu vergewissern, dass die Abtreibung erfolgreich war und es keine Komplikationen gibt

Circa 5% dieser Abtreibungen sind erfolglos, worauf die Frau sich einer chirurgischen Abtreibung unterziehen muß, um den Abbruch durchzuziehen.


Die Abtreibung rückgängig machen

Juli 2018 bekam diese Anwendung eine weitere Bestätigung durch Dr. William Lile.

 

Lile berichtete über einen Fall, bei dem nicht nur einem, sondern zwei Kindern das Leben gerettet wurde, denn seine Patientin erwartete Zwillinge.

 

Die Frau hatte in der neunten Schwangerschaftswoche RU 684 eingenommen, aber bereute diesen Schritt und bat um Hilfe.

 

Die chemische Abtreibung, welche oft als die „Abtreibungspille" bezeichnet wird, besteht eigentlich aus zwei Pillen: Die erste Tablette blockiert das Progesteron, wodurch dem Baby lebenswichtige Nährstoffe verweigert werden. Die zweite Pille erzwingt den Ausstoß des Kindes aus dem Mutterleib.  Laut Lile hat diese fatale Kombination eine Erfolgsrate von 97%.

 

Die Rückgangsmethode funktioniert folgendermaßen: den betroffenen Frauen wird eine extra Dosis Progesteron - ein natürliches Hormon – verabreicht.  Das Progesteron unterstützt einen gesunden, normalen Schwangerschaftsablauf.

 

Nach Beratung mit seiner Patientin verordnete der Arzt ihr das Medikament Prometrium, eine medizinische Form von Progesteron.  Zum Erstaunen und Dankbarkeit Liles funktionierte es!

 

"Wir waren der Wahrscheinlichkeit von bis zu 97% des Todes ihrer Zwillinge gegenübergestellt; doch einen Monat später erfahren wir den Segen zweier lebensfähiger Zwillinge mit normalen Herzfrequenzen“, schrieb Lile in einer E-Mail. "Es gibt keine bekannten schlechten Nebenwirkungen in Fällen wo Prometrium für ein heranwachsendes Baby im Mutterleib verwendet wurde."

 

Laut Lile wird Prometrium regelmäßig dann eingesetzt, um eine Fehlgeburt zu verhindern, oder um eine Frühgeburt vorzubeugen. In der Tat hat der staatliche amerikanische medizinische Überwachungsausschuß (Food and Drug Administration) schon lange die Genehmigung gegeben, Prometrium als ein zuverlässiges Präparat zur Intervention und Bekämpfung von Fehlgeburten zu verwenden.

 

 Lile sagt, dass ein Arzt verpflichtet ist Patienten mit lebensrettenden Umkehrbehandlungen zu unterstützen, wie z.B. beim Einsatz von Narcan bei der Bekämpfung der heutigen Opioiden-Epidemien:

 

"Wenn ein Patient eine Fehlentscheidung getroffen hat, und eine Überdosis von einem Betäubungsmittel zu sich nimmt, sind wir Ärzte verpflichtet, das Betäubungsmittel mit einem Gegenmittel zu behandeln", schreibt er. "Über 60.000 Amerikaner starben 2016 an Überdosierungen. In den ersten 21 Tagen des Jahres 2016 gingen 60.000 Menschen durch Abtreibung verloren.  Meine Patientin traf den Entschluss, ihren Zwillingen das Leben zu retten. Sie bereute ihre vormalig tödliche Entscheidung und wir waren in der glücklichen Lage, die Wirkung der Abtreibungsmedikamente sicher zurückfahren zu können.“

 

"Leben zu retten ist das Hauptziel aller, die in den medizinischen Bereich berufen werden."

 

Bisher haben über 500 Frauen die Rückgangsmethode verwendet, um ihre ungeborenen Babys vorm Sterben zu retten:  Im April 2018 wurde eine medizinische Studie veröffentlicht, welche den Erfolg der Behandlung hervorhob.  Die Untersuchung zeigte auf, dass die Rückgangsmethode sowohl sicher, als auch wirkungsvoll für jene Frauen ist, die ihre Meinung nach dem Beginn einer chemischen Abtreibung ändern.