Frauenberatungsstelle
   
     
             

Unsere Frauenberatungsstelle behandelt das Tabuthema unserer Zeit:

Abtreibung
Abtreibung? Was soll daran tabu sein? Das Thema scheint ausdiskutiert… Was scheinbar als enttabuisiert gilt, ist aber nur alles, was vor einer Abtreibung geschieht. Was danach kommt, wird kaum beredet, geschweige denn, dass es ein Thema für die Medien wäre. Wie viel Allgemeinbewusstsein gibt es über die Tatsache, dass Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch manchmal mit großen psychischen Problemen zu kämpfen haben? Genau hier beginnt die Tabuzone.

Irmtraud Langer
Diplom-Lebensberaterin und
Psychotherapeutin i.A. u.S. office@frauenberatungstelle-wien.at

Beratungsthemen
   
 

Frau N.N. erzählt in der Frauenberatungsstelle:
Ich war verzweifelt, als ich schwanger war. Ich war gerade arbeitslos und konnte mir nicht vorstellen, zu diesem Zeitpunkt ein Kind zu bekommen, mein Freund wollte es auch nicht. Und doch, irgendwo hätte ich es auch gerne behalten. Damals hätte ich einen Menschen gebraucht, der mich ermutigt, der mir sagt, du schaffst es schon.
Die Gynäkologin hatte keine Zeit für ein Gespräch, sie gab mir nur die Adresse eines Kollegen, der Abtreibungen in seiner Praxis machte. Auch dort konnte ich mit niemanden mehr reden. Ich fühlte mich so alleingelassen, dass ich keine Kraft mehr hatte wegzugehen. - Das war vor fünf Jahren. In den Wochen nach der Abtreibung hätte ich mich am liebsten umgebracht.

Mein Kind war tot.

In der Nacht hatte ich Alpträume von toten Kindern und wachte oft schweißgebadet auf. Ich wusste nicht, an wen ich mich um Hilfe wenden konnte. So griff ich immer häufiger zu Tabletten. Die Beziehung zu meinem Freund ging in die Brüche. Ich konnte ihm nicht verzeihen, dass er das Kind nicht wollte. Heute schießen mir immer noch Tränen in die Augen, wenn ich unvermutet auf der Straße ein Baby sehe.

Ich glaube, ich weine immer noch um mein Kind.

In dieses Vakuum hinein hat die Österreichische Lebensbewegung 1997 ihre eigene Frauenberatungsstelle gestartet. In dieser Beratungsstelle werden schwerpunktmäßig Frauen, die unter psychischen und psychosomatischen Folgen nach einem Schwangerschaftsabbruch leiden, unterstützt und begleitet.
In dem Maß, wie es einer betroffenen Frau gelingt, durch den meist verdrängten Trauerprozess durchzugehen, ihre ganzen zwiespältigen Gefühle zuzulassen, zu vergeben und das Geschehene in ihre Lebensgeschichte zu integrieren, verschwinden meist auch die mit der Abtreibung entstandenen Symptome.
Neben diesem Schwerpunkt ist die Frauenberatungsstelle auch Anlaufstelle für Menschen mit Partnerschafts- und Familienproblemen.

 
     
 
Frauenberatungsstelle für
persönliche und familiäre Konfliktsituationen

Rasumofskygasse 1/8, A-1030 Wien
Telefonnummer: 01/597 23 24
E-mail: mailto:office@frauenberatungsstelle-wien.at
Frauenberatungsstelle der Österreichischen Lebensbewegung:
Telefonische Vereinbarung unter 01/597 23 24
Beraterinnen: Irmtraud Langer Diplom-Lebensberaterin/ Psychotherapeutin i.A.u.S.
und Dr. Elisabeth Mbaduko-Mayr
oder im Internet unter: www.frauenberatungsstelle-wien.at